Michael aus Wien (A)

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Betreiber des Geschäftes „Schach und Spiele“, Schachhistoriker, Autor

Es ist ungefähr das 15. Schachsachbuch welches ich schreibe.

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Michael aus Wien

200 Seiten sind mit dem Verlag vereinbart, zum Thema Schach in Wien von 1820 bis 1920, das Jahrhundert des Schachs. Ich möchte allerdings schon zu Maria Theresias Zeit beginnen und werde deswegen 250 Seiten heraushandeln müssen.

Es war die Zeit der Aufklärung und auch des Aufblühens des Wiener Kaffeehauses, eine Institution des liberalen Bürgertums.

Hier gelang es das Schachspiel, neben dem zu der Zeit viel verbreiteten und mancherein in großes Elend stürzenden Glückspiel, ein Plätzchen zu schaffen und sogar als rational höchstes Gut zu postulieren.

Zur gleichen Zeit spielte Kaiser Joseph II mal die eine oder andere Partie oder lies einer seinen Gäste über der welt ersten Schachcomputer  ein Phänomen erfunden von Baron von Kempelen, der ganz Europa und die Neue Welt für Jahrzehnte in seinen Bann zog staunen.

Im Sommer 1769 präsentierte von Kempelen zum ersten Mal dem staunenden Publikum am Wiener Hof seinen „Schachautomaten“. 52 Jahre später, in 1821, veröffentlichte der Engländer Willis eine Schrift, in der er zum ersten Mal das Versteck des Spielers im Automaten plausibel erklären konnte.

Michael Ehn
„Geniales Schach im Wiener Kaffeehaus 1750–1918“

ISBN: 978-3-902494-81-1

Franka aus Wien (A)

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Schülerin

Schach ist eine spannende Beschäftigung.

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Franka aus Wien

Technisch gesehen bin ich Niederösterreicherin, weil ich in einer Klinik in Korneuburg geboren bin, aber wenn mich wer fragt: „Wo bist du her?“ Heißt es natürlich: „Wien.“ Ich sage dir jetzt mal, was mir außer Schach noch gefällt und reihe es gleich nach Wichtigkeit:

  1. Essen kochen und Essen essen.

  2. Reiten und alles was dazu gehört, zum Beispiel Stall ausmisten oder Hufe auskratzen.

  3. Klavier spielen. Ach ja, an dieser Stelle kommt Musik generell, sie macht mich fröhlich.

  4. Tierschutz. Ich bin Vegetarierin, habe zwei Zwergkaninchen und eine Instagram-Gruppe, in der ich mich über Tierschutz und zu schützenden Arten austausche.

  5. Taekwondo, Parcours, Ballet, …

Schachspielen ist gut für den Kopf, dabei muss er sich anstrengen. Strategisch denken, dran bleiben und dann etwas tun.

Das Ziel ist einfach: Der König muss ausgeschaltet werden, denn er ist der Chef. Gewinnen geht durch das Ausschalten der Figuren des Gegners. Die Königin ist dabei sehr praktisch, sie kann und darf (fast) alles.

Wolfgang aus Guntramsdorf (A)

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Bankangestellter

Meine Mutter war Lehrerin, mein Vater Bankangestellter.

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Wolfgang aus Guntramsdorf

Ich wollte daher ganz sicher weder Lehrer noch Banker werden. Das war mein größtes Vorhaben, damals, direkt nach der Schule, mit Hippie Frisur und Party im Kopf. Das ist drastisch misslungen.

Ich studierte ein Lehramt und jobbte nebenbei in einer Bank. Das Studium habe ich wohlweislich nicht beendet. Aber bei dieser Bank arbeite ich heute noch.

Allerdings bin ich in der wilden Zeit viel herumgekommen und überall habe ich Partner zum Schach spielen gefunden. Ich war sehr oft in Amsterdam, ich liebe diese lebendige Stadt. Dort habe ich jeden Tag in „Café ‚t Hoekje“ Schach gespielt.

Weißt du, du bist gleich unter Freunden, wenn du die königliche Leidenschaft des Schachspiels teilst. Die Leute freuen sich dich zu sehen, du wirst begrüßt, es gibt eine kurze Plauderei und schon bald sitzen alle an ihren Brettern und spielen darauf los. Im „Café ‚t Hoekje“ steht die Uhr meist auf 20 Minuten Bedenkzeit. Und dann wird ewig gespielt.

David aus Eindhoven (NL)

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Schachspieler & Schachtrainer

Meinen Spielstil kann man durchaus als extrem ermüdend bezeichnen.

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David aus Eindhoven

Das ist der Grund, warum es mir zeitweise gelingt, Spieler*innen mit einer weit höheren Elo-Zahl zu besiegen. Es waren Großmeister darunter, auch Anisch Giri habe ich zweimal geschlagen. Damals hatte er allerdings nur knapp über 2500 Elo, also nicht wie seine aktuelle, zirka 2800 Elo. Jetzt wird mir das wohl eher nicht mehr gelingen.

So ein Erfolg ist nur durch diesen sehr anstrengenden Spielstil, der mir alles abverlangt, möglich. Mein Spiel muss absolut präzise sein. Alles muss zusammen passen.

Damals in Dieren in 2009, wo ich gegen Giri spielte, war alles perfekt. Tagsüber gab es Entspannung und gute Unterhaltung mit lieben Menschen, abends konnte ich dann knallhart Schach spielen.

Offene Schachmeisterschaft in Dieren (NL) 2009
» Anish Giri 2518 (0) – David Miedema 2432 (1)

Angelo aus Lilienfeld (A)

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Augustinverkäufer

Seltsam, dass noch keine Schachsoftware erfunden wurde, die alle, im bevorstehenden Zug möglichen Züge, auf einem Bildschirm anzeigt.

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Angelo aus Lilienfeld

Für den ersten Zug stehen dir 20 Möglichkeiten zur Verfügung. Für den zweiten sind es in etwa 35. Dann werden es immer mehr, aber mehr als in etwa 150.000 werden es eh nicht, das sollte für ein Computerprogramm keine Schwierigkeit darstellen.

Das Programm setzt man bei Schachturniere mit Life Übertragungen ein. Ist Schwarz dran, sieht das Publikum alle möglichen Züge für Schwarz und kann hinausrufen welchen Zug es sich wünscht: Das sorgt für Action wie beim Boxen!

Ich kenne mich mit Unterhaltung aus, deswegen habe ich auch einen YouTube Kanal. Ich stelle da drauf was mich gerade interessiert, mal Selbstgedrehtes, mal im Netz Gefundenes. Um Klicks zu erzeugen musst du halt ein bisschen Gefühl haben. „Der Wein von Mykonos“ der EAV auf meinem Kanal wurde schon fast eine halbe Million mal aufgerufen.

youtube/angelo eugenspiegel