Mohammad aus Ghazni (AFG)

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Lehrling

Mohammad mit einer kleinen Freundin

An Afghanistan erinnere ich mich gar nicht, denn ich war erst eineinhalb als wir nach Esfahan in den Iran emigirert sind.

Schach hat mir immer Spaß gemacht, seit ich die Gangart der Figuren gelernt habe. Ab etwa mit 13 Jahren habe ich nach der Schule als Schneider gearbeitet. Die Schule war meist so um ein Uhr Mittag aus und erst um 15 Uhr fing die Arbeit an, dazwischen war also Freizeit zum Schach oder Fußball spielen.

So gegen 23 Uhr war Feierabend.

In Traiskirchen war ich nur drei Monate. In der Zeit wurde einmal ein Schachturnier organisiert, wofür ich mich natürlich sofort angemeldet habe. Für den Sieger gab es 50,- Euro! 30 Leute nahmen Teil, sowohl Bewohner und Mitarbeiter vom Lager als auch Ortsbewohner.

Leider schied ich schon in der ersten Runde aus. Ein Freund von mir hat sich geschickter angestellt oder vielleicht hat er auch einfach ein bisschen mehr Glück gehabt, auf jeden Fall hat er tatsächlich den ersten Platz belegt und das Preisgeld kassiert!