Sameer aus Damaskus (SYR)

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Physiotherapeut

Hier, neu in Wien, hilft mir das Schachspiel enorm, um Kontakte zu knüpfen.

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Sameer aus Damsakus

Zum Beispiel sitze ich heute hier am Volksstimmefest, mit einer Menge sehr gemütlichen Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Wir genießen die gute Stimmung, das tolle Wetter und natürlich unser Schachspiel.

Schau mal da drüben am Spielplatz, da spielen jede Menge Kinder. Sie spielen automatisch miteinander, Ihnen ist es egal, ob die gleiche Sprache gesprochen wird oder nicht. Am gleichen Seil wird gezogen: nämlich an dem, woran die Luftballons hängen.

Am liebsten würde ich so bald wie möglich meiner Profession nachgehen. Da wir aber, wegen der Gesetzgebung, vom Arbeitsmarkt fern gehalten werden, wird das nicht so schnell gelingen. Daher ist mein Wunsch vorerst, ehrenamtlich in einem Pflegewohnhaus oder Geriatriezentrum zu arbeiten.

Ich habe in Damaskus in meinem Beruf als Physiotherapeut viel mit Senior*innen zu tun gehabt und glaube diesbezüglich viel bieten zu können.

Ö3 „Eine Minute mit …“ Sameer:

Helene aus Bregenz (A)

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Schau- und Schachspielerin

Ich halt die Kindern immer an, mit ihren Figuren zu sprechen.

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WIM Helene aus Bregenz © Schachclub Rheintal & Schachklub ASK Salzburg

Ja klar, bei Wettbewerben ist Klappe halten angesagt, aber es lassen sich wohl innere Dialoge führen, Gespräche im Kopf, wobei sich nicht einmal die Lippen bewegen (sollten).

Das Schachspiel wird dadurch von einem Einzel- zu einem Mannschaftssport! Lustigerweise wirst du feststellen, dass sich das Zusammenspiel der Figuren oft schlagartig verbessert.

Es freut mich besonders, Frauen, Kinder und geflüchtete Menschen für das zauberhafte Spiel zu begeistern und es Ihnen beizubringen. Ganz wichtig ist es mir dabei, dass alle Spaß haben, dass gelacht wird.

Ich glaube daran, dass es gleichermaßen Spielspaß wie Spielstärke fördert, wenn man jede Partie als Theaterstück oder als Abenteuerfilm erlebt.

Apropos Film: Kennst du „Chess Fever“? Das ist der Hammer, ein russischer Kurz-Stummfilm aus 1925. Sooo lustig! Ja, das ist José Raúl Capablanca (ab 15:58), der alle Frauen um den Finger wickeln konnte.